Neus

 

Neus  kam im Dezember 2018 in ihre Pflegestelle.

Die etwa 6jährige Hündin wurde in Spanien angefahren gefunden und uns im Juni 2018 vorgestellt, allerdings gleich mit der Einschränkung, dass sie am Hinterbein operiert wurde, ein Platte gesetzt wurde und die Heilung noch nicht abgeschlossen sei.

Bereits im Juli meldete sich eine Pflegestelle, die Neus gerne zu sich nehmen wollte, aber immer wieder kam aus Spanien die Nachricht, das Bein bessert sich nicht. Letztlich wurde dann im August nochmals operiert, die Platte entfernt und ein externer Fixateur gesetzt.  Aber auch das brachte keinerlei Verbesserung.  Neus war die ganze Zeit in einer spanischen Pflegestelle untergebracht und immer wieder kam die Meldung die Hündin hat Schmerzen und leidet.  Der behandelnde Tierarzt sah dann als letzte Lösung die Amputation des Hinterbeines und das wurde dann im Oktober auch gemacht. Neus erholte sich zwar recht schnell, kam mit dem Verlust des Beines auch prima klar, aber die Wunde verheilte schlecht und wieder musste ein Reisetermin verschoben werden. Letztlich wurde die Hündin in Spanien einem anderen Tierarzt vorgestellt, dem es dann gelang die Wunde auszuheilen. Endlich im Dezember 2018 konnte Neus ausreisen und ihre Pflegemama war begeistert, Neus meisterte sogar die Stufen in den Garten, zeigte Lebensfreude und machte Spaziergänge freudig mit.

Weil alles so problemlos lief, beschloss die Pflegemama im Januar sogar Neus zu adoptieren.

Doch dann -Ende Januar- zeigte die Hündin plötzlich Schmerzen und Lahmheit im Vorderbein.

Es wurde geröntgt und das Bild war ein echter Schock für uns alle, am Knie des Vorderbeines war ebenfalls eine Knochen-OP durchgeführt werden.  Auf Rückfrage bestätigte das spanische Tierheim, dass diese OP direkt nach dem Unfall im April 2018 durchgeführt wurde und nach Angaben des Tierarztes  stabil und gut verheilt war.

Für uns ist die Entscheidung dieses Tierarztes nur sehr schwer verständlich  – ein Hinterbein zu amputieren, wenn man sich bewusst macht, dass auch das Vorderbein  eine „Baustelle“ hat.

Aber das ist nun mal geschehen und wir können jetzt nur noch versuchen, Neus hier alle Hilfe zu geben, die möglich ist, damit sie noch eine gute Zeit hat.

Natürlich haben wir die Adoption rückgängig gemacht, aber Neus darf als Dauerpflegehündin in ihrer vertrauten Umgebung bleiben und wir hoffen, dass das Vorderbein sich wieder stabilisiert und Neus ihr neues Leben noch eine lange Zeit geniessen kann.

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