Thrall

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Über Thralls Vergangenheit weiss man nichts, vermutlich war er für seine Besitzer nicht mehr gut genug.
Er wurde ohne Wasser und Futter einfach zurückgelassen, glücklicherweise aber rechtzeitig gefunden und ins Tierheim gebracht. Er wurde von der ersten Minute an von allen anderen Hunden akzeptiert.
Obwohl das Leben in einem Tierheim für kein Tier ideal ist, hat man den Eindruck dass Thrall allen Situationen etwas Gutes abgewinnt.  Er ist immer der erste der kommt, freundlich offen und zugänglich. Er ist ein toller Begleiter mit einem ganz ausgeglichenen Charakter,  verträglich mit anderen Hunden.

Die Pflegemama schreibt uns:

Neues Leben, neuer Name. Und getreu unserem Motto, haben wir aus Thrall einen Aragorn gemacht. Ich (das Pflegefrauchen) muss zugeben, dass ich anfangs nicht begeistert von der Namenswahl des Pflegepapas war, aber es hat sich wiedermal bewahrheitet: Nomen est Omen!
Und so passt dieser Name perfekt zu Aragorns Charakter. Gleich der Filmfigur aus Herr der Ringe ist  Aragorn nicht nur optisch eine königliche Erscheinung,  sondern auch sein Geist ist groß. Er zeigt sich hier sehr freundlich und höflich mit allen, die ihm genauso begegnen.

Aragorn lebt hier mit einer kastrierten Handicaphündin, einem intakten Rüden und einem kastrierten Teenierüden, der ebenfalls geistige und körperliche Defizite hat. Ihnen begegnet er sanft und mit einer beneidenswerten Gelassenheit. Mit dem kleinen Rüden ist er sehr liebevoll und bietet ihm eine Schulter zum Anlehnen. Sein durch und durch ruhiges Wesen kommt hier schön zum Ausdruck. Mittlerweile spielen die beiden aber auch mal und dann geht es richtig zur Sache.

Aragorn ist ein großer, schwerer, stattlicher Rüde und spielt und rauft sehr rauh. Aber ohne dabei über die Stränge zu schlagen oder den kleinen Dobby zu verletzen. Er kontrolliert sich hier gut und falls doch nicht, reicht ein schiefer Blick der Menschen und er rudert zurück. Prinzipiell ist er kein Mobber und nützt Schwäche nicht aus, aber er ist eben trotz allem ein junger Rüde, der auch mal Gas geben muss. Wird er von unserem intakten Rüden angefrotzelt, dauert es lange bis er eine Reaktion zeigt.  Aber da er sehr höflich ist, erwartet er dieses auch von seinem Gegenüber. Aragorn würde selbst keinen Streit vom Zaun brechen, dafür ist er zu erhaben über das meiste,  aber er ist definitiv fähig zu „Antworten“, wenn er herausgefordert wird. Er regelt solche Diskussionen mit Artgenossen aber sauber und klar.

Allgemein ist er gut ansprechbar in Haus und Garten. Muss man ihn korrigieren, reichen Worte und klare Körpersprache aus.  Ansonsten freut er sich über Lob sehr, auf seine ruhige Art und reibt auch mal genüsslich den Kopf an seinem Menschen. Aragorn ist ein wahrer Menschenfreund und ist den 2-Beinern immer zugetan. Zu klein sollten diese allerdings nicht sein, da er nunmal sehr groß ist.  Das „kleinste“ Kind in unserer Familie hier ist 11 Jahre alt und das ist ok. Wobei ich ergänzen muss, dass wir hier Höflichkeit groß schreiben und die Hunde kein Spielzeug sind.  Wir bringen sie nicht in unhöfliche Situationen und so funktioniert die Kombination Hund und Kind. Beim Spazieren gehen ist Aragorn ein ruhiger Begleiter, solange er kein Wild sieht oder wittert. Hier kristallisiert sich ein immenser, durch Erfahrung geprägter Jagdtrieb heraus. Dabei bevorzugt er definitiv größere Tiere, wie Rehe und Schweine, aber auch die hauseigenen Ziegen und die Schafe und Pferde des Nachbarn erregen seine Aufmerksamkeit. Hierbei ist körperliche Stärke gefragt, um ihn zu halten.

Autofahren an sich ist kein Problem, aber das Einsteigen schon. Er möchte nicht freiwillig in das Auto und lässt sich hier nicht hetzen. Mit Ruhe und Geduld steigt er aber ein und legt sich dann gelassen ab. Als Spätkastrat und gestandener Kerl nahm er es am Anfang mit der Stubenreinheit nicht so genau und markierte überall im Haus. Es hat sich mittlerweile reguliert. Alleine zurückbleiben ist nicht wirklich sein Fall.  Egal ob nun andere Hunde dabei sind oder nicht. Geht sein Mensch fühlt er sich verloren, was er in sehr lautem, werwolfartigem, durchdringendem Jaulen äußert. Mit etwas Management kann er nun aber schon mal ca 2 Stunden entspannt alleine bleiben.

Aragorn ist keine Mimose was das Wetter angeht.  Er liegt sehr gerne im Garten,beobachtet die Nachbarn oder die Vögel und wirkt sehr zufrieden.  Ich wünsche mir für ihn ein Zuhause in dem er überall dabei sein oder zufrieden im Garten liegen darf. Er braucht für sein Glück kein großes Rudel, aber ein höflicher Hundekumpel wäre sicher gut. Aragorn ist ein Anführertyp und deshalb sollte er in seinem neuen Zuhause nicht auf einen ebenbürtigen „Gegner“ treffen müssen.

Aragorn  braucht verlässliche, klare Menschen, die ihm eine Richtung geben.  Er wird sie, ohne es in Frage zu stellen einhalten und gelassen folgen.  Diese Klarheit bringt er aber auch zurück. Er benötigt kein Geknuddel und Betüddeln. Aragorn ist kein elfengleiches Geschöpf, wie manch andere Galgos.  Er ist ein gütiger, gerechter und imposanter Hund, ein König eben, um noch einmal Bezug auf seinen Namensgeber zu nehmen.
„Nun kommen die Tage des Königs, mögen sie glückselig sein!“ Filmzitat aus der Herr der Ringe

Thrall ist geimpft, gechipt und kastriert, sein Mittelmeercheck weist einen Leishmaniosetiter von 1:320 auf, wird zur Zeit mit Allopurinol behandelt. Weitere Untersuchungen erfolgen in Kürze, wir aktualisieren dann hier.

Besuchen können sie unsren *König* im Raum Aschaffenburg.

 

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