Lilo

Lilo ist Mitte Juli  in seiner Pflegestelle angekommen und obwohl er sich gut einlebt, merkt man ihm noch an, das vieles für ihn noch sehr neu und ungewohnt ist.

Er ist die perfekte Mischung aus Brad Pitt und Casanova! Zückt jemand eine Kamera, wirft sich der hübsche Bursche in Pose und guckt mit seinen wunderschönen Augen voll in den Apparat.

Und da er offenbar erst kürzlich kastriert worden ist, findet er Hundedamenbegegnungen immer noch ungemein spannend und tänzelt dann ganz aufgeregt mit entsprechender Körperspannung um das Objekt seiner Begierde rum!

Generell hat er kein Problem mit anderen Hunden, aber auch bei Rüden baut er sich mit der schon beschriebenen Spannung auf, um zu zeigen, wie gross und schön er ist! Unser sehr gestandener Rüde findet das total lustig und auf dem Auslaufplatz geht es dann auch entsprechend zu. Die beiden spielen und toben lautstark miteinander, reagieren aber beide sofort auf Zuruf, wenn das ganze Spiel zu grob wird, da auch Lilo schon hervorragend auf seinen Namen hört.

Der junge Mann markiert draussen noch sehr gerne, im Haus war er aber von der ersten Minute an zuverlässig stubenrein. Er bleibt mit unseren Hunden problemlos bis zu 3 Stunden alleine, ohne etwas an der Einrichtung zu ändern. Aber er freut sich auch wie Bolle, wenn die Pflegemama nur den Müll rausbringt und wieder reinkommt.

Unsere Hunde schlafen bei uns im Schlafzimmer. Lilo ist vom ersten Abend an dabei gewesen und brav in sein Körbchen geklettert, wo er jede Nacht ohne einen Ton schläft, bis einer von uns aufsteht. Im  Auto benimmt er sich prima, legt sich während der Fahrt ruhig hin und döst. Nur wenn wir ein ihm unbekanntes Ziel ansteuern, möchte er erst mal nicht aussteigen und braucht dann entweder Zeit, um ganz genau die Lage zu checken ….oder ein Motivationsfleischwurst-Stückchen!!  Das klappt meistens prima, da Lilo noch ziemlich dünn und sehr verfressen ist.

Alleine ist Lilo ein eher noch unsicherer Hund, der sich ungemein an unseren Hunden orientiert, daher sehen wir ihn auch nicht als Einzelhund.

Vieles ist für ihn noch neu und er hat z.B. erst mal Hemmungen, in für ihn fremde Häuser oder Räume zu gehen. Auch fremden Menschen steht er distanziert, aber nicht panisch, gegenüber und möchte sie unbedingt erst mal in aller Ruhe beschnüffeln, bevor er sich anfassen lässt.

Aber zu seiner Pflegefamilie hat er innerhalb von ein paar Tagen eine sehr gute Bindung aufgebaut und lässt sich auch gerne beschmusen.

Laute Geräusche erschrecken ihn mitunter noch und wenn man mit einem Gegenstand in der Hand auf ihn zugeht, dann legt er vorsichtshalber noch den Rückwärtsgang ein.

Lilo läuft gerne am Fahrrad mit und hat überhaupt viel Spass an Bewegung, wobei er nicht an der Leine zieht, solange nichts seinen Jagdtrieb entfacht. Sein Jagdtrieb ist windhundtypisch ausgeprägt und er nutzt dazu auch alle Sinne. Jedes Rascheln im Unterholz ruft ihn auf den Plan und er würde zu gerne nachschauen gehen. Da wir hier viel Wild haben, ist vorausschauendes Gassigehen ein Muss, um ihn gegebenenfalls abzulenken oder halten zu können. Freilauf bekommt Lilo nur auf gesichertem Gelände.

Anzumerken ist noch, dass Lilo ein bisschen krumme Vorderfüsse hat. Der Tierarzt meinte dazu, Plattfüsse und überspannte Sehnen  (nicht ungewöhnlich für Hunde von spanischen Jägern), aber man da nix dran machen könne.

Lilo selber scheint das nicht zu stören, er rennt und springt ohne Anzeichen von Ermüdung oder Schmerzen.

Der Junge ist kastriert, gechipt und geimpft, sein Mittelmeercheck ist komplett negativ.

Lilo lebt zur Zeit in der Nähe von Köln.

 

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