Aeko-Feliz

FELIZ (Dauerpflegehund seit 2014)  kam im November 2014 nach Deutschland zu seiner Pflegestelle. Wir wussten alle, dass er nicht gesund war, das rechte Vorderbein war schon zweimal operiert und wird immer noch von einer Metallplatte zusammengehalten. Seine Blutwerte waren inzwischen gut und wir hofften zusammen mit der Pflegemama, dass sie ihm beim Muskelaufbau helfen könne.

Aus Spanien wurde er uns als „very calm“ angekündigt und das ist er auch. Die beiden Hündinnen der Pflegefamilie nahmen ihn freundlich auf und er orientierte sich an ihnen. Fremden Menschen vertraute er nicht besonders und die Unterstützung der beiden „Ladies“ half ihm sehr.

Leider mussten wir hier in Deutschland feststellen, dass FELIZ trotz regelmäßiger Spaziergänge, gutem Futter und gemütlichem Bettchen nicht wirklich an Muskelmasse zunahm. Im Gegenteil: seine Bewegungseinschränkung wurde mit der Zeit immer stärker, manchmal hatte er große Schmerzen und konnte nur mit Mühe aufstehen und laufen.

Nach einigen umfangreicheren Untersuchungen ist nun klar, dass nicht nur sein rechtes Vorderbein kaputt ist. Auch im linken Hinterbein wurde Munition in Form von Schrotkügelchen gefunden, die dem Kniegelenk sehr zugesetzt haben. Auch die linke Hüfte ist geschädigt, eventuell durch einen Autounfall. Die Knochen und Gelenke sind so umfassend geschädigt, dass an eine (oder mehrere) Operationen nicht zu denken ist.

Seine schöne lange Rute ist immer wieder aufgeschlagen und wurde schon zweimal wieder gesund gepflegt.

Dies alles – verbunden mit der Tatsache, dass es sich um einen schwarzen Rüden handelt, der nun sechs Jahre alt ist – erhöht seine Vermittlungschancen nicht wirklich. Im Gegenteil, bisher hatte FELIZ noch nicht eine Anfrage.

Bei seiner Pflegefamilie hat er sich inzwischen gut eingelebt, besonders die weiblichen Mitglieder des Haushaltes liebt er sehr. Er hat auch zugenommen und sein Fell beginnt zu glänzen. Nach den ganzen Hiobsbotschaften, die seine Gesundheit betreffen, hat sich seine Pflegemama gefragt, ob sie ihm denn einen Umzug mit dem verbundenen Stress überhaupt zumuten möchte. Nach sehr kurzer Überlegung hat sie ihm nun einen Dauerpflegeplatz angeboten und er wird in Hessen bleiben.

Danke an seine Pflegefamilie, die weiter mit ihm durch dick und dünn gehen wird.

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